Berufsausbildungsbeihilfe, BAB Voraussetzung, Förderung, Höhe, Dauer

Sie erfahren hier mehr zur Berufsausbildungsbeihilfe, kurz BAB genannt und zu den wichtigsten Voraussetzungen. Weiterhin lernen Sie mehr über das Ziel, zum Antrag sowie zur Höhe und der Dauer der Förderung mit BAB, auch zur gesetzlichen Grundlage.

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Voraussetzungen für die BAB, Berufsausbildungsbeihilfe

Die BABBerufsausbildungsbeihilfe gibt es für berufliche Auszubildende oder Teilnehmer einer berufsvorbereitenden Maßnahme. Wenn Sie von anderen Ämtern oder Stellen keine Förderung erhalten, so können Sie diese Förderung beantragen. Weiterhin erhalten Sie diese Beihilfe auch für den nachträglichen Erwerb eines Hauptschulabschlusses. Der Träger der BAB und somit zuständig für die Gewährung dieser Förderungsmöglichkeit ist die Arbeitsagentur.

Maßnahmen im Ausland durchführen

Bei teilweiser Durchführung von Maßnahmen im Ausland, kann die BAB gewährt werden. Dies müssen Sie jedoch mit Ihrem Kundenberater der Arbeitsagentur vor Ort absprechen und genehmigen lassen.

Wer hat keinen Anspruch?

Bei einer schulischen Berufsausbildung und wenn der Antragsteller oder die Antragstellerin bei den Eltern wohnt, entsteht kein Anspruch auf BAB.

Die Förderung der beruflichen Ausbildung mit der Berufsausbildungsbeihilfe BAB

Bei der Berufsausbildung sind folgende Fördermöglichkeiten und Voraussetzungen durch die Berufsausbildungsbeihilfe BAB gegeben:

  • Betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildungen eines zugelassenen oder anerkannten Ausbildungsberufs und betriebliche Ausbildung im Sinne vom Altenpflegegesetz sind zugelassen.
  • Eine rein schulische Ausbildung ist von der Förderung ausgeschlossen.
  • Normalerweise gibt es die BAB nur bei der Erstausbildung, bei abgebrochenen Erstausbildungen kann es eine Fördermöglichkeit geben.
  • Bei den berufsvorbereitenden Maßnahmen gilt es folgende Punkte zu beachten, damit man eine Förderung beantragen kann: Die berufsvorbereitenden Maßnahmen werden von einem staatlichen oder privaten Bildungsträger angeboten, welche von der Arbeitsagentur zugelassen sind. Zugelassene Bildungsträger verfügen über eine Zertifizierung nach der AZAV. Finden können Sie solche Anbieter im Kursnet der Arbeitsagentur.
  • Sie haben auch die Möglichkeit auf diesem Wege den Hauptschulabschluss nachzuholen. Weitere Voraussetzungen des Antragstellers finden sie hier.

Die Höhe der Förderung und die Anrechnung von Einkommen

Die Höhe der Förderung der Berufsausbildungsbeihilfe hängt davon ab, welchen Gesamtbedarf man für die Berufsausbildung oder Maßnahme ansetzt. Weiterhin von dem Einkommen, welches anrechenbar ist. Auch das Einkommen der Eltern oder vom Ehegatten spielt dabei eine Rolle sowie die anzurechnenden Kinder. Generell werden die Freibeträge anlehnend an das BAföG ermittelt. Mehr dazu erfahren Sie unter maßgebende Gesetze, weiter unten im Beitrag.

Unterstützung von Arbeitslosen mit der Berufsausbildungsbeihilfe

Im § 70 SGB III gibt es eine Sonderregelung für Arbeitslose, welche Arbeitslosengeld beziehen oder diesen Leistungsanspruch gehabt hätten. In diesem Fall beträgt die Höhe der BAB bzw. Berufsausbildungsbeihilfe die Höhe vom Arbeitslosengeld. Nebentätigkeiten oder eine selbständige Tätigkeit wird weiterhin so angerechnet, als wäre die Person ein Leistungsempfänger der Arbeitsagentur.

Die Dauer der Förderung

Normalerweise beträgt die Dauer der Förderung bei der beruflichen Ausbildung 18 Monate und bei den berufsvorbereitenden Maßnahmen 12 Monate. Dies sind die Bewilligungszeiträume, d. h., wie lange man nach der Antragstellung und der Genehmigung noch gefördert wird. Nach dem Ablauf der Dauer der Förderung kann man einen erneuten Antrag stellen. Sofern die berufsvorbereitende Maßnahme oder die Berufsausbildung noch durchgeführt werden.

Der Zweck und das Ziel der Berufsausbildungsbeihilfe

In erster Linie geht es um das Ziel der Unterstützung von Azubis, welche wirtschaftlich nicht in der Lage sind die Ausbildung zu finanzieren. Weiterhin nicht eigenständig für Ihren Lebensunterhalt sorgen können. Ebenfalls hat die Arbeitsagentur natürlich folgende Interessen:

  • Die berufliche Beweglichkeit soll verbessert und gesichert werden, um dadurch qualifiziertere Erwerbspersonen für den Arbeitsmarkt auszubilden. Je besser die Ausbildung, je besser sind die Chancen für die Integration in den ersten Arbeitsmarkt.
  • Weiterhin sollen sich die Chancen verbessern, um überhaupt in den Arbeitsmarkt zu kommen. Dies gilt gerade für junge Menschen.
  • Die Förderung soll auch einen Ausgleich schaffen zwischen normalen Erwerbstätigen und Erwerbstätigen aus wirtschaftlich schwachen Verhältnissen.

Welche Gesetze regeln die BAB?

Die BAB, also die Berufsausbildungsbeihilfe ist geregelt im SGB III, speziell in den §§ 56 – 72. Verweisende Gesetze dazu sind das BAföG, insbesondere der § 11 Absatz 4 sowie die Vorschriften vom Vierten Abschnitt des Bundesausbildungsförderungsgesetzes, hier geht es um die Anrechnung von Einkommen.

Weitere Infos

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